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Arbeitsmarkt weiter erfreulich – Mit Kurzarbeit und Investitionen der vierten Welle entgegensteuern

Nach den heute von der Agentur für Arbeit veröffentlichten Daten erreicht die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg mit knapp 71.400 den tiefsten Stand seit Juli 2020. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 6,6 Prozent gegenüber 8,5 Prozent im Sommer 2020.


Die Erholung des Hamburger Arbeitsmarktes hält unvermindert an. Die Zahl der Arbeitslosen im November liegt mit knapp 71.400 um gut 2.500 unter dem Wert im Oktober, und sogar um rund 20.000 unter dem Höchststand in der Corona-Pandemie im Juli letzten Jahres. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat weiter um fast 800 zurückgegangen und liegt nun bei rund 26.800. Ebenfalls stark rückläufig ist der Einsatz der Kurzarbeit: Von ihr waren im August (aktuellere Daten liegen der Arbeitsagentur nicht vor) noch gut 40.000 Beschäftigte betroffen, und damit nur noch ein Fünftel des Höchststandes vom Frühjahr 2020. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse insgesamt erreicht mit 1.025.100 erneut, wie schon im Vormonat, ein Allzeithoch.

Diese erfreulichen Daten kommentiert der Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion für Arbeit und Gewerkschaften Jan Koltze wie folgt:


„Trotz erheblicher Lieferengpässe und neuer Corona-Welle zeigt sich der Hamburger Arbeitsmarkt robust und entwickelt sich weiter sehr erfreulich. Die Zahl der Arbeitslosen hat schon fast wieder das Niveau vor Beginn der Pandemie erreicht, und auch die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt in raschem Tempo. Vor allem die mit fast 13.000 sehr hohe Zahl der offenen Stellenangebote über alle Branchen hinweg stimmt mich auch weiterhin zuversichtlich. Dies alles zeigt einmal mehr: Die Antikrisenpolitik des Senats mit ihrer Kombination aus kurzfristigen Hilfen, langfristigen Investitionen und vermehrten Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten ist richtig und erfolgreich.


Allerdings: Die neue Corona-Welle wird auch die Wirtschaft erneut betreffen. Wir können zwar noch nicht sagen, in welchem Ausmaß, aber eine erneute Abschwächung ist realistisch. Wir begrüßen es daher ausdrücklich, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die vereinfachte Kurzarbeit nochmals bis Ende März 2022 verlängert hat. Und je rascher es der neuen Bundesregierung gelingt, ihre umfangreichen Investitionsvorhaben anlaufen zu lassen, desto besser für die weitere Stabilität von Wirtschaft und Arbeitsplätzen.


Eine Gruppe müssen wir bei alldem besonders im Blick behalten: Die Menschen mit Behinderung. Ihre Inklusion in den Arbeitsmarkt hat unter der Pandemie stark gelitten, und die Lage bessert sich zwar wieder, aber nur langsam. In Hamburgs Privatwirtschaft ist die Beschäftigungsquote dieser Menschen die niedrigste in ganz Deutschland. Das kann uns nicht zufriedenstellen, und deshalb appellieren wir ausdrücklich an die Arbeitgeber: Stellen Sie Menschen mit Behinderungen ein, nutzen Sie die umfangreiche Unterstützung der Arbeitsagentur. Davon werden nicht nur die Betroffenen profitieren, sondern auch Ihre Unternehmen und unsere ganze Gesellschaft.“


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