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IG Metall Küste warnt Airbus vor Kahlschlag auf Kosten der Beschäftigten

Die IG Metall Küste hat Airbus vor einem überzogenen Stellenabbau gewarnt. "Der an-gekündigte Abbau von Arbeitsplätzen wäre eine Katastrophe für die Menschen und die Standorte", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste. "An einigen Standorten von Airbus ist die Kurzarbeit noch nicht einmal zwei Monate eingeführt. Da ist es paradox, jetzt über einen solchen Arbeitsplatzabbau zu diskutieren", so Friedrich. "Uns geht es um den Erhalt der Arbeitsplätze ? egal, ob Leiharbeitnehmer oder Stammbeschäftigter. Dafür brauchen wir eine Brücke in die Zukunft statt einen Kahlschlag", so Friedrich.



Das kann zum Beispiel eine krisenüberbrückende Verlängerung der Kurzarbeit sein. Hier ist die Politik gefordert, Lösungen für Branchen wie die Luft- und Raumfahrtindustrie zu schaffen. Als weitere Alternative zum Abbau von Arbeitsplätzen gibt es Instrumente wie eine tarifliche Absenkung der Arbeitszeit. "Auch wenn das Unternehmen weniger zu tun hat, erwarten wir, dass Airbus im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern die Zukunft an den Standorten und in der Zulieferindustrie absichert", sagte Friedrich.


Grundlage dafür ist der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. "Dieser ist durch den Zukunftstarifvertrag für die Airbus-Standorte bis Ende 2020 gesichert und muss auch darüber hinaus gelten", so Friedrich. "Die Kolleginnen und Kollegen haben ihren Beitrag geleistet, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Diese Zukunft darf das Unternehmen jetzt nicht verspielen. Gerade dann, wenn es wieder losgeht, brauchen wir Fachkräfte, um den Neustart anzugehen", so Friedrich.

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