Handeln gegen die Entmenschlichung
- klages3
- vor 2 Tagen
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Heute, am Holocaust-Gedenktag, sagen wir: Nie wieder.
Doch was müssen wir tun, damit es wirklich nie wieder geschieht?

Man sagt: Geschichte wiederholt sich nicht. Aber ist das selbstverständlich so? Oder liegt es an uns, an unserem Handeln, ob sich Geschichte wiederholt oder nicht?
Der Ausschwitz-Überlebende Primo Levi brachte es hart und klar auf den Punkt: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ Es muss nicht, aber es kann.
Warum konnte es damals geschehen, und was lehrt uns das für heute? Worin liegt unsere Verantwortung?
Ein Aspekt scheint mir zu sein: Dem Massenmord ging eine jahrelange, systematische Entmenschlichung von Menschen voraus, von Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuellen und anderen. Aus Mitmenschen, aus Individuen wurden "Andere", "Fremde" gemacht, die "uns" schaden, die schuld sind an unseren Bedrängnissen.
Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass erneut Menschen entmenschlicht werden, durch entwürdigende Sprache oder Behandlung – auch nicht durch staatliche Akteure. Nicht in anderen Ländern, und erst recht nicht hier bei uns.
„Ich sage, seid Menschen. Wir sind alle gleich. Es gibt kein christliches, kein muslimisches, kein jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut.“ So die letztes Jahr verstorbene Margot Friedländer. Beherzigen wir das, im alltäglichen wie im politischen Handeln.




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