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Ohne Absturz durch die Krise – Kurzarbeitergeld jetzt anheben

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger fordert eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes: „Arbeitgeber und Bundesregierung müssen sich bewegen. Auch die Beschäftigten, die nicht unter dem Schutz eines Tarifvertrags stehen, müssen ohne Absturz durch die Krise kommen. Das Kurzarbeitergeld sollte auf mindestens 80 Prozent angehoben werden.“

Hintergrund sind die gestern veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach sind im März in Hamburg insgesamt 12.724 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen.


Karger spricht von einer sozialen Schieflage: „Unternehmen werden durch die Kurzarbeit von sämtlichen Lohnkosten befreit, da ihnen die Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden. Einen Teil der Entlastung sollten die Arbeitgeber verpflichtend an die Beschäftigten weitergeben müssen, um deren Einkommen aufzustocken. Wenn sie das nicht am Verhandlungstisch zusichern, muss die Bundesregierung die entsprechende Verordnung jetzt anpassen und die Arbeitgeber verpflichten.“


Zwar sei das Prinzip Kurzarbeit äußerst sinnvoll, denn es helfe, Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu sichern. „Aber die Lohneinschnitte sind bitter. Gerade diejenigen mit kleinen Einkommen sind besonders hart betroffen. Von 60 Prozent des Monatsnetto kann da in Hamburg niemand leben. Es gibt bereits viele Beispiele, wo Unternehmen auf 100 Prozent des Lohns zuschießen, daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen – schließlich müssen wir diese Krise gemeinsam meistern: die Unternehmen und die Beschäftigten."

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