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Umstrukturierungen bei Airbus: „Eine starke Industrie braucht Verlässlichkeit und Gute Arbeit“



Die Beschäftigten von Airbus haben heute gegen Pläne des Managements protestiert, nach denen die Struktur des Unternehmens neu organisiert werden soll. Unter anderem soll mit der Strukturmontage der Flugzeugrümpfe ein erklärter Kernbereich der Produktion in Hamburg in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert werden. Zudem soll eine neue Tochterfirma für die Einzelteilefertigung entstehen und möglicherweise verkauft werden. In Hamburg wären von diesen Plänen nach bisherigen Informationen circa 4.100 Airbus-Beschäftigte betroffen.


Jan Koltze, Fachsprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion für Arbeit und Gewerkschaften, war bei der heutigen Kundgebung vor Ort: „Als SPD-Fraktion stehen wir an der Seite der Beschäftigten. Eine starke Industrie braucht Verlässlichkeit und Gute Arbeit. Agilität und Wettbewerbsfähigkeit entstehen nicht durch Aufspaltung und Verunsicherung. Die Beschäftigten, ihre Betriebsräte und Gewerkschaften haben in den letzten Monaten bewiesen, dass sie angesichts der Corona-Krise, die die Luftfahrtindustrie so hart getroffen hat, wie kaum einen anderen Wirtschaftszweig, zu konstruktiven Lösungen – trotz teils erheblicher Einschnitte – bereit sind, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Eine erneute Umstrukturierung ist für uns nicht nachvollziehbar. Anstatt wie angekündigt Schnittstellen zu reduzieren, werden neue geschaffen. Das Unternehmen muss sich auf die dringend nötigen Forschungen und Investitionen für die nachhaltige, klimagerechte Luftfahrt von morgen konzentrieren, anstatt die gerade erst gemeinsam erarbeitete Perspektive wieder infrage zu stellen. Die Industrie, gerade auch Airbus, ist ein Rückgrat des Hamburger Wohlstands. Wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Deshalb hat der Senat die Branche und das Unternehmen in den letzten Monaten zusammen mit dem Bund massiv unterstützt, um die Voraussetzungen für eine klimagerechte Luftfahrt zu schaffen. Unser zentrales Ziel ist der mittel- und langfristige Erhalt sicherer, hochqualifizierter und gut bezahlter Arbeitsplätze. Kurzatmige Umstrukturierungen über die Köpfe der Beschäftigten hinweg sind das Gegenteil von einer nachhaltigen, auf die Sicherung und den Ausbau von Guter Arbeit fokussierten Strategie.“

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